Sie benutzen einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie Ihren Browser oder aktivieren Sie Chrome Frame um die Darstellung zu verbessern.

Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Eine Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten, befindet sich hier.

bundesmittel

Alles auf Anfang

Der Förderstopp des Marktanzreizprogramms ist aufgehoben. 115 Millionen Euro sind abrufbereit.

Alles auf Anfang Alles auf Anfang
energlobe.de, Denny Rosenthal

Für Hausbesitzer mit der Absicht zur Heizungsmodernisierung gilt: alles auf Anfang. Ab sofort fördert die Bundesregierung wieder Solarthermieanlagen, Wärmepumpen und andere innovative Heizungen. Nach langen Diskussionen hob der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am 7. Juli 2010 die Sperre für das sogenannte Marktanreizprogramm (MAP) auf. Im Mai war das Programm zum Unmut von Bauherren und der Gerätebranche eingestellt worden. 115 Millionen Euro stehen nun für Erneuerbare Energien im Wärmemarkt zur Verfügung. Die Summe der Fördermittel für dieses Jahr beträgt damit 380 Millionen Euro.

Anträge beim BAFA stellen

Hausbesitzer, die eine moderne Heizung auf Basis Erneuerbarer Energien einbauen wollen, können wieder Förderanträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellen. Hier gibt es neue Antragsformulare, da sich die Bedingungen verschärft haben: Anlagen in Neubauten erhalten keine Zuschüsse mehr, genauso wie Technologien, die sich bereits auf dem Markt etabliert haben: luftgeführte Pelletöfen, Scheitholzvergaserkessel, aber auch weniger effiziente Wärmepumpen.

Neue Konditionen: Nur noch Förderung besonders effizienter Technik

Stattdessen konzentriert sich die Förderung auf Heizungen, die Energie besonders sparsam und effizient einsetzen. Dazu gehören: Solarkollektoren, Biomassenanlagen und Wärmepumpen.

Solarthermie

Solarkollektoren zur reinen Wassererwärmung erhalten nur noch Geld, wenn sie auf einem Mehrfamilienhaus angebracht werden. Die Förderung für Solarthermie, die Wasser erwärmt und zusätzlich die Heizung unterstützt, ist nach Anlagengröße gestaffelt: Bis 40 Quadratmeter Kollektorfläche beträgt die Förderung 90 Euro je angefangenem Quadratmeter. Ist die Anlage größer, gibt es für die ersten 40 Quadratmeter 90 Euro und darüber hinaus je 45 Euro. Der Staat zahlt weitere 400 Euro, wenn Bauherren nicht nur auf Solar setzen, sondern auch ihren alten Heizkessel austauschen. Kombinieren sie Solarthermie mit einer förderfähige Biomasse- oder Wärmepumpenanlage erhalten sie einen Bonus von 500 Euro.

Wärmepumpen

Wärmepumpen müssen besonders effizient sein und je nach Anlagentyp ein bestimmtes Verhältnis von abgegebenen Heizenergie zur aufgenommenen elektrischen Energie aufweisen. Die Kennzahl dafür ist die Jahresarbeitszahl, die für die Förderung bei Luft-Wasser-Wärmepumpen bei mindestens 3,7 liegen muss. Bei Wasser/Wasser- und Solewärmepumpen ist eine Jahresarbeitszahl von 4,3 notwendig.

Biomasseanlagen

Heizungen, die mit Holzpellets mit einer installierten Nennwärmeleistung von 5 kW bis 100 Kilowatt verbrennen, erhalten 36 Euro je Kilowattstunde. Je nach Art des Kessels gelten  Mindestförderbeträge von 1.000 bis 2.500 Euro. Auch Holzhackschnitzel-Kessel erhalten einen Zuschuss.

Antragstellung

Für alle, die bis zum 3. Mai Anträge beim BAFA eingereicht haben, gilt: Sie erhalten die volle Förderung nach den alten Konditionen. Anträge, die danach gestellt wurden, werden nicht bearbeitet. In diesem Fall ist es ratsam, noch einmal die neuen Formulare auszufüllen, sofern die eigene Anlage überhaupt noch den neuen Anforderungen entspricht. Die Förderkonditionen gelten zunächst bis Ende 2011. Die Bundesregierung plant, das Programm noch bis 2014 fortzuführen, Kürzungen sind allerdings wahrscheinlich.

Heizungen modernisieren

Auf welchen Anlagentyp Bauherren setzen sollten, lässt sich pauschal nicht beantworten. Ausgehend vom Wärmeverbrauch sollten die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Systeme vergleichen werden. Bauherren sollten auch eine Kombination mit anderen Maßnahmen durchdenken. „Eine Heizungserneuerung und optimale Einstellung des Systems kann bis zu 15 Prozent Energie einsparen“, rät Annekatrin Duch von der Beratungsgesellschaft co2online. „Bedingung dafür ist, dass die Modernisierung weitere energetische Maßnahmen beinhaltet, wie zum Beispiel die Dämmung der Fassade oder des Dachs bzw. der obersten Geschossdecke“ Die Fassadendämmung spart bis zu 12 Prozent Energie, die von Dach und Geschossdecke bis zu 8 Prozent.

Weitere Informationen:

Info-Papier des Bundesumweltministerium: Hintergrund: Fortsetzung des Marktanreizprogramms

Überblicksseite zum MAP des BAFA: www.bafa.de

BAFA-Förderanträge für Solarthermie-Anlagen

BAFA-Förderanträge für Wärmepumpen

BAFA-Förderanträge für Biomassenanlagen

Förderratgeber der Heizspiegel-Kampagne: www.heizspiegel.de

Online-Rechner zur Wirtschaftlichkeit von Heizsystemen: www.heizspiegel.de

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014