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Contracting

Heizung mieten statt kaufen

Wärmecontracting gibt es auch für Endverbraucher. So können Hausbesitzer ohne hohe Investion ihre Heizungsanlage modernisieren.

Heizung mieten statt kaufen Heizung mieten statt kaufen
ENERGLOBE.DE, Maud Radtke

Energieversorger bieten zunehmend Wärmecontracting für Endverbraucher an. So können Hausbesitzer ohne hohe Investion ihre Heizungsanlage modernisieren.

Ein neues Auto zu leasen, anstatt weiter mit dem alten Gebrauchtwagen zu fahren, ist gängige Praxis. Auch für Heizungsanlagen gibt es mittlerweile Angebote, die Ein- und Mehrfamilienhaus-Eignern ermöglichen, eine Modernisierung ohne große Anfangsinvestition durchführen zu lassen. „Noch ist Contracting für Endverbraucher eher ungewöhnlich, doch die Angebote für kleinere Immobilien nehmen zu,“ sagt Christian Tögel, Diplom-Ingenieur bei der EnergieAgentur NRW.

Moderne Heizungsanlagen rechnen sich

Die Investition in eine moderne Heizungsanlage lohnt sich eigentlich immer - sie schont die Umwelt, bringt Serviceleistung und in vielen Fällen auch eine finanzielle Ersparnis. Denn durch die höhere Effizienz sinkt der Energieverbrauch zur Wärmeerzeugung; die monatlichen Rechnungen fallen meist beträchtlich kleiner aus als bei Altanlagen. Contracting bietet Immobilienbesitzern die Chance, auf innovative und ökologische Art Wärme und gegebenenfalls Strom zu erzeugen – ohne anfänglich viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.

Beim Contracting stellt ein Unternehmen, der Contractor, die Heizungsanlage zur Verfügung. Diese ist eine Art Leihgabe an den Verbraucher und bleibt im Besitz der Firma. Sie übernimmt auch alle Wartungs- und Reparaturarbeiten, die im Zusammenhang mit der Wärmelieferung anfallen. Im Gegenzug schließt der Verbraucher einen langfristigen Vertrag ab und schafft damit Planungssicherheit für das Unternehmen. „Im Endkundenbereich liegt die maximale Vertragslaufzeit laut Gesetzgeber bei zehn Jahren – rein wirtschaftlich betrachtet sollte sie mindestens zehn Jahre betragen, sonst fällt eine Amortisation der Investitionskosten schwer“, sagt Tögel.

Um Betrieb und Wartung kümmert sich der Contractor

Im Preis inbegriffen kann neben Beratung, Ausbau der alten und Installation der neuen Anlage unter anderem sogar der Schornsteinfeger sein. Welche Art von Heizung zum Einsatz kommt, entscheidet der Kunde. Er zahlt neben den Kosten für den Brennstoff einen monatlichen Betrag für die Bereitstellung der Anlage. Genauso wie beim Auto-Leasing kann der Verbraucher manchen Energiedienstleistern die Anlage nach Ablauf der Vertragslaufzeit für den Restwert abkaufen.

In der Regel sollte es so sein, dass beim Contracting beide Seiten finanziell profitieren. Der Contractor, weil er für seinen Service vom Kunden bezahlt wird und der Kunde selbst, weil seine

monatlichen Kosten dank der effizienteren Anlage erheblich sinken. „Bei sehr kleinen Anlagen funktioniert dies zur Zeit noch nicht“, weiß Tögel. Doch auch wenn der Hausbesitzer letzten Endes monatlich ebenso viel oder sogar ein wenig mehr zahle als vor dem Anlagentausch, lohne sich Contracting. Denn der Anbieter übernehme mit Betriebsführung und Wartung der Heizungsanlage Arbeit, die andernfalls dem Hausbesitzer beziehungsweise -verwalter obliege. Zudem schonten die effizienten und schadstoffarmen Anlagen, die so zum Einsatz kommen, die Umwelt.

Praxisbeispiel Hausbesitzer Mülder

Zu den deutschen Pionieren auf dem Gebiet gehören unter anderen die German Contract, Tochter der Stadtwerke Neuss, und das Oldenburger Energieunternehmen EWE. Privatkunden können laut EWE durch den Einsatz moderner und effizienter Energietechnik bis zu 28 Prozent Energie einsparen.

Auch deshalb beschloss beispielsweise Rafael Mülder, keine Heizungsanlage zu kaufen, sondern zu „mieten“. Letztlich sei die Entscheidung eine Frage der Kosten gewesen. „Ich habe das genau durchgerechnet“, sagt Mülder. Man müsse schließlich immer damit rechnen, dass die Heizung einmal ausfiele. In so einem Fall zahlt der Eigentümer schnell einige hundert Euro – in Mülders Fall also EWE.

Weitere Informationen:

Contracting Portal der Energieagentur NRW: www.energieagentur.nrw.de

Arbeitsgemeinschaft Wärme- und Heizkraftwirtshcaft AGFW – Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK: http://www.agfw.de

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014