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Heiztechnik

Wärme aus Luft und Erde

Heizen mit Wärme aus der Umwelt ist en vogue: Derzeit wird in jedem vierten Neubau eine Wärmepumpe installiert.

Wärme aus Luft und Erde Wärme aus Luft und Erde
energlobe.de, Denny Rosenthal

Heizen mit Wärme aus der Umwelt wird bei deutschen Verbrauchern immer beliebter: Derzeit wird in jedem vierten Neubau eine Wärmepumpe installiert. Einer Studie der TU München zufolge verbrauchen sie nur halb soviel Energie zum Heizen wie ein Ölkessel. Dennoch sollten unbedingt die individuellen Bedingungen vor Ort geprüft werden, denn die Geräte reagieren empfindlich auf Planungs- und Installationsfehler.

So funktioniert die Wärmepumpe

Wärmepumpen arbeiten nach dem selben Prinzip wie ein Kühlschrank. Sie nehmen Wärme aus der Luft, dem Boden oder dem Grundwasser auf und speisen die Energie dann in einen Kompressor, der die Temperatur weiter anhebt. Transportiert wird die Wärmeenergie durch ein Kältemittel mit einem extrem niedrigem Siedepunkt. Die Wärmeenergie wird dann an den Heizungskreislauf abgegeben und der Durchlauf beginnt vor vorn. Laut Hersteller nehmen die Geräte bis zu 70 Prozent der Energie aus der Umgebung auf; nur 30 Prozent ziehen sie aus der Steckdose.

Rechnet sich die Investition?

Das Potenzial für die Heiztechnik in Deutschland ist groß: Ein Viertel der 18 Millionen Heizungssysteme ließe sich durch Wärmepumpen ersetzen. „Ökologisch rentiert sich die Umrüstung vom ersten Tag an, aber auch die höheren Anschaffungskosten refinanzieren sich wieder über deutlich geringere Betriebskosten“, sagt Werner Schenk, Professor der Münchener Hochschule für angewandte Wissenschaften. Dieser Trend wird sich fortsetzen: Der Ölpreis ist in den letzten 15 Jahren schneller gestiegen als der Strompreis. „Und die Schere wird künftig noch weiter auseinander gehen“, prognostiziert Schenk.

Die Anschaffungs- und Installationskosten von Wärmepumpen zur Warmwasseraufbereitung liegen bei 3.000 bis 5.000 Euro. Das Gerät selbst kostet 2.500 Euro und ist damit ein vergleichsweise günstiger Einstieg. Es hat ein Fassungsvermögen von etwa 300 Litern und damit fast schon überdimensioniert für Kleinfamilien. Sinnvoll sind Wärmepumpen besonders in Räumen, bei denen der Heizbedarf höher ist als der Warmwasserverbrauch. Dies ist bei den meisten Bundesbürgern der Fall: Der Deutsche verbraucht durchschnittlich knapp 100 Liter Wasser am Tag, wovon etwa ein Drittel auf den Warmwasserbedarf entfällt.

Wirkungsgrad

Die höchste Effizienz erzielt die Pumpe, wenn der Unterschied von der Wärmequelle zur Vorlauftemperatur des Heizkreislaufs möglichst gering ist. Einfache Maßnahmen wie die Optimierung der Heizkörper reichen, um die Vorlauftemperatur deutlich zu senken. Laut dem Bundesverband Wärmepumpe hängt ihr Wirkungsgrad außerdem ganz entscheidend vom Standort ab: Die Pumpe nutzt Umgebungsluft aus einem Keller- oder Nutzraum mit einer mittleren Temperatur von mindestens zehn Grad, um eine optimale Arbeitszahl zu erreichen.

Auch aus Sicht des Klimas wäre eine schnelle Umrüstung auf Wärmepumpen vorteilhaft: „Etwa 40 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf die Heizenergie zurück“, betont Werner Rolles, Gründungspräsident des Zentralverbandes Kälte Klima Wärmepumpen, und rechnet den positiven Effekt vor: „Wenn wir in Deutschland bis 2030 eine Million Wärmepumpen installiert hätten, könnten wir dadurch den CO2-Ausstoss von 900 Millionen Tonnen um 120 Millionen Tonnen reduzieren.“ Ein Drittel der Emissionen im Heizungsbereich ließe sich so vermeiden.

Weitere Informationen:
Eine Checkliste, ob eine Wärmepumpe wirklich zum Gebäude passt, bietet der
Bundesverband der Verbraucherzentralen an.

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014