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Klimawandel

Klimasünder auf vier Pfoten

Tierfreund oder Autofan – wer ist der größere Klimasünder? Eine Studie zeigt: Sie halten sich die Waage.

Klimasünder auf vier Pfoten Klimasünder auf vier Pfoten
energlobe.de, Denny Rosenthal

Tierfreund oder Autofan – wer ist der größere Klimasünder? Einer Untersuchung der neuseeländischen Nachhaltigkeitsexperten Brenda und Robert Vale zufolge halten sich beide ungefähr die Waage.

Für ihr Buch „Time to Eat the Dog? – a Real Guide to Sustainable Living”, errechneten sie unter anderem den “ökologischen Pfotenabdruck” eines großen Hundes. Ergebnis: Die Umweltbelastung durch den Hund übertrifft die eines Geländewagens mit einer Fahrleistung von 10.000 Kilometern im Jahr. Eine durchschnittliche Katze hält mit einem VW Golf mit und selbst kleinere Haustiere haben einen negativen Einfluss auf die Umwelt. Zwei Hamster entsprechen den Berechnungen zufolge einem Plasmafernseher und ein Goldfisch beeinträchtigt die Umwelt ebenso sehr wie zwei Handys.

Problem Hundefutter

Der ökologische Fußabdruck eines Haustieres entsteht in der Hauptsache durch die von ihm konsumierte Nahrung und die Größe der Landfläche, die für den Anbau dieser Nahrung beansprucht wird. Das Hauptproblem bei den beliebten Haustieren Hund und Katze ist ihr hoher Fleischkonsum. Weitere Probleme sind die Herstellung und Entsorgung der Verpackung für die Tiernahrung sowie die Beseitigung der tierischen Fäkalien.

Der renommierte Klimaökonom Lord Nicholas Stern weist immer wieder auf den direkten Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und Klimawandel hin: Denn Kühe und Schweine stoßen große Mengen Methan aus, das 23 Mal so stark wie Kohlendioxid als Treibhausgas in der Atmosphäre wirkt. Stern wirbt deshalb dafür, dass Menschen ihre Gewohnheiten ändern und zunehmend auf Fleisch verzeichten.

Bello und Mieze sind allerdings weit davon entfernt Vegetarier zu werden, bei ihnen besteht jede Mahlzeit größtenteils aus Fleisch. Die Lösung dieses Problems liegt für das Ehepaar Vale auf der Hand: Auch Haustiere müssen wieder Nutztiere werden und - wie der provokante Titel des Buches “Zeit den Hund zu essen” signalisiert - im Idealfall Teil der Nahrungskette.

Zeit den Hund zu essen?

Wer sich aber nicht mit der Idee anfreunden kann, seine Hasen irgendwann zu schlachten und zu verzehren, sollte nach Ansicht der Vales zumindest überlegen, sein Haustier mit anderen zu teilen und ein möglichst kleines Tier auswählen. Denn die Umweltbelastung von einem deutschen Schäferhund entspricht der von über 1.000 Goldfischen.

Bislang nur auf Englisch erhältlich:

Robert and Brenda Vale: Time to Eat the Dog? The Real Guide to Sustainable Living, Thames & Hudson, 2009.

Weitere Informationen:

http://www.zeit.de/2009/46/WOS-Haustier-Klima

http://www.newscientist.com/article/mg20427311.600-how-green-is-your-pet.html

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014