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Nachhaltigkeit

Sonne tanken – mit gutem Gewissen

Nachhaltiger Urlaub, der Umwelt und Bewohner der Ferienregion schont, ist möglich.

Sonne tanken – mit gutem Gewissen Sonne tanken – mit gutem Gewissen
energlobe.de, Denny Rosenthal

Weißer Sand und Palmen, eine Bergwanderung, ein Badenachmittag am glasklaren See – für viele Menschen ist intakte Natur Grundvoraussetzung für Erholung und Entspannung. Doch gerade der Tourismus ist häufig nicht umwelt- und sozialverträglich. Ein bewusster und nachhaltiger Urlaub ist möglich, kann jedoch nicht erst in letzter Minute am Flughafen gebucht werden.

Verkehrsmittel entscheidend

Die Umweltbilanz eines Urlaubs entscheidet sich meist schon bei der Wahl des Verkehrsmittels zur An- und Abreise. Bahnreisen sind deutlich umweltfreundlicher als Autofahrten. Noch klimaschädigender als der Pkw ist allerdings das Flugzeug. CO2-Rechner finden sich im Internet; eine Modellrechnung zeigt: Der Kohlendioxid-Ausstoß einer vierköpfigen Familie, die hin und zurück in den Spanien-Urlaub fliegt beträgt mehr als fünf Tonnen. Das schädigt das Klima in etwa so stark wie ein ganzes Jahr Auto fahren.

Wer dennoch unbedingt fliegen will, bekommt vom Forum Anders Reisen - einem Zusammenschluss von etwa 150 Reiseveranstaltern, die sich dem nachhaltigen Tourismus verpflichtet haben – folgende Empfehlungen: Bei Entfernung von unter 700 Kilometern am besten mit der Bahn fahren. Weiter entfernte Ziele, die für die meisten Menschen aus Zeitgründen nur per Flugzeug erreichbar sind, lohnen sich erst ab einer Aufenthaltsdauer von mindestens acht Tagen. Wer kürzer bleibt hinterlässt an jedem Urlaubstag einen riesigen Kohlendioxid-Abdruck.

Freizeit in der Natur

An fast jedem Ferienort gibt es Freizeitaktivitäten, die der Landschaft nur geringen ökologischen Schaden zufügen. Auf Wanderungen, Fahrrad- oder Paddel-Touren wird die Natur erkundet, jedoch nicht zerstört. Natürlich lassen sich Autofahrten nicht immer vermeiden, gänzlich tabu sind nach den Kriterien des Forums Anders Reisen aber Off-Road-Touren mit Geländewagen und Motorrädern, Motorschlitten-Touren, Rundflüge mit Motorflugzeugen. Auch Heli-Skiing, bei dem Skifahrer von Helikoptern auf abgelegenen Pisten abgesetzt werden, ist ökologisch nicht vertretbar.

Regional eingebundene Unterkünfte

Für einen sozialverträglichen Urlaub ist auch die richtige Unterkunft wichtig. Hotels, Ferienhäuser und Apartments mit regionaler Einbindung sind meist die bessere Wahl: Wichtig ist, dass das Personal faire Löhne erhält und in der Region selber rekrutiert wird. Kleinere Gebäude, die architektonisch in die Landschaft eingepasst sind, haben oft eine bessere Energie- und Abfallbilanz als Bettenburgen. Einen kleinen Beitrag, den zudem jeder Reisende leisten kann: Handtücher nicht jeden Tag wechseln lassen und sparsam mit Strom und Wasser umgehen.

Verpflegung

Bei der Urlaubsverpflegung ist Offenheit für regionale und saisonale Produkte gefragt: Wer bereit ist, sich so zu ernähren wie es die lokale Bevölkerung am Ferienort tut, hat eine bessere CO2-Bilanz, als Urlauber, die darauf bestehen, ihre gewohnten Produkte zu konsumieren, die meist über weite Strecken transportiert werden müssen.

Über das Forum Anders Reisen finden sich Reiseveranstalter mit Nachhaltigkeitssiegel sowie Apartments, Ferienhäuser und Hotels in aller Welt.

Weitere Informationen:

http://forumandersreisen.de


»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014