Sie benutzen einen veralteten Browser. Bitte updaten Sie Ihren Browser oder aktivieren Sie Chrome Frame um die Darstellung zu verbessern.

Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Eine Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten, befindet sich hier.

Photovoltaik

Eigenverbrauch erhöht Rendite

Eine Kürzung der Einspeisevergütung steht kurz bevor, aber Solaranlagen sind weiter eine sichere Investition.

Eigenverbrauch erhöht Rendite Eigenverbrauch erhöht Rendite
energlobe.de, Maud Radtke

Zwei Faktoren bestimmen die Rentabilität von Solaranlagen: Einerseits die Investitionskosten und andererseits die Höhe der Förderung also die Einspeisevergütung oder der Eigenverbrauchsbonus.

Die Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) zum 1. Juli 2010 sieht deutliche Einschnitte für die Einspeisung von solarem Strom vor. Bei kleineren Dachanlagen fällt die Vergütung um sechs Cent magerer aus. Mit der Kürzung reagiert die Bundesregierung auf den starken Anlagenausbau im letzten Jahr, bei dem weit mehr installiert wurde als prognostiziert. Grund für diesen Boom sind die seit Monaten fallende Modulpreise für Solaranlagen.

Rendite nach der Förderkürzung

Nach Kalkulationen des Fachmagazins Photon kann auch nach der Kürzung der Einspeisevergütung eine Rendite von jährlich 7,4 Prozent erzielt werden, wenn der Installateur Solarmodule für 1,70 bis 1,80 Euro pro Watt einkauft. Diese Preise sind auch bei deutschen Modulen durchaus möglich. Als weitere Annahme der Berechnung liegt der Systempreis, also die Gesamtkosten um eine Anlage ans Stromnetz anzuschließen, bei 2.600 Euro pro Kilowatt installierter Leistung. „Von einem Renditeeinbruch zu sprechen, ist daher irreführend“, so Anne Kreutzmann, Chefredakteurin vom Fachmagazin Photon.

Die Einspeisevergütung wird für 20 Jahre plus dem Jahr der Installation gezahlt. Aber auch danach kann der Besitzer seinen kostenlosen Strom verbrauchen, was die Gesamtrendite noch erhöht. Eine Solaranlage hat je nach Qualität eine Lebensdauer von bis zu 40 Jahren.

Bessere Lenkung des Verbrauchs

Mit der Gesetzesnovelle will die Politik die Überförderung eindämmen; zugleich schafft sie neue finanzielle Anreize, um den Eigenverbrauch zu stärken. Durch die eigene Nutzung von Strom soll das Netz entlastet werden. Verbraucht ein Hausbesitzer den auf seinem Dach produzierten Solarstrom selbst, erhält er künftig acht statt vier Cent pro Kilowattstunde mehr als für die Einspeisung ins Stromnetz und damit 39 Cent pro Kilowattstunde.

Das soll die zusätzlichen Investitionen decken, die mit dem Direktverbrauch verbunden sind, insbesondere die Anschaffung einer Batterie zur Stromspeicherung. Ohne Akku wird im Durchschnitt derzeit jede vierte Kilowattstunde Solarstrom selbst verbraucht. Bei einer besseren Lenkung des Verbrauchs ist es aber möglich, jede zweite Kilowattstunde selbst zu nutzen – und damit die eigene Rendite zu erhöhen.

Eigenverbrauch füllt das eigene Portmonee

„Bei einer gezielten Eigennutzung des erzeugten Stroms besteht ab 2010 durchaus das Potenzial, die Vorjahresrendite noch zu übertreffen“, so Kai Lippert vom Bundesverband Solarwirtschaft. Die Kosten für die Eigennutzung trägt aber der Staat. Dies steht im Gegensatz zur Einspeisevergütung nach dem EEG, die auf alle Stromverbraucher umgelegt wird.

Das Branchenmagazin Photon sieht den eigenen Verbrauch kritisch, denn er erhöht nur die Rendite des Einzelnen, ist aber nicht sinnvoll für das Stromnetz. „Es wird nicht das Gesamtsystem optimiert, sondern der einzelne Haushalt“, erklärt Chefredakteurin Kreutzmann.

Betreiber von Solaranlagen werden damit zu unattraktiven Kunden für Stromversorger, weil ihr Verbrauch aufgrund der starken Schwankung der eigenen Stromproduktion noch schwerer zu prognostizieren ist. Außerdem hat der Eigenverbrauch den Nachteil, dass der Staat keinen Cent an Steuern verdient und die Kommunen keine Konzessionsabgaben erhalten.

Weitere Informationen:

Preise für neue Photovoltaikanlagen auf Finanztest.de

 

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014