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Klimakiller

Treibhausgase des Kyoto-Protokolls

energlobe.de erklärt die wichtigsten Klimagase und ihre Wirkung.

Treibhausgase des Kyoto-Protokolls Treibhausgase des Kyoto-Protokolls
energlobe.de, Denny Rosenthal

Treibhausgase verursachen den Klimawandel. Mit dem Kyoto-Protokoll wurden 1997 erstmals verbindliche Reduktionsziele festgelegt. Die Europäische Union hat sich verpflichtet, ihre Emissionen von 2008 bis 2012 um 8 Prozent gegenüber 1990 zu verringern.

Neben Kohlendioxid (CO2) gibt es weitere wichtige Treibhausgase wie Methan (CH4), Lachgas oder Distickstoffoxid (N2O), Schwefelhexafluorid (SF6), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) und Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKWs). Ihre Klimawirksamkeit, also ihre Schädlichkeit, wird in CO2-Äquivalenten (CO2eq) gemessen. Dabei dient Kohlendioxid als Richtgröße. So können die Klimagase miteinander verglichen werden.

Ein Beispiel: Methan ist 21 mal klimawirksamer als Kohlendioxid. Zehn ppm Methan sind demnach umgerechnet 210 ppm CO2 eq.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die Schädlichkeit der Treibhausgase ist ihre Verweildauer in der Atmosphäre. Sie gibt an, wie lange ein Gas in der Atmosphäre bleibt. Methan zum Beispiel hat eine Verweildauer von rund zehn Jahren, Kohlendioxid hingegen rund 120 Jahre.

Kohlendioxid belastet die Atmosphäre mehr als alle anderen fünf Treibhausgase. Es ist zu 60 Prozent für den durch den Menschen verursachten Treibhauseffekt verantwortlich. Das geruchlose und unsichtbare Gas entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Erdgas: beim Autofahren und Heizen, im Flugverkehr, in Kraftwerken oder bei Brandrodungen. Ein Teil der Emissionen wird auch bei der Herstellung von Zement, Kalk oder Glas verursacht.

Methan tritt dort auf, wo organische Stoffe zersetzt werden - beispielsweise in den Mägen von Wiederkäuern. Der steigende Rindfleischkonsum verschärft den Treibhauseffekt: Eine Kuh, die täglich fünf Kilogramm Heu frisst, produziert 191 Liter Methan am Tag. Weitere Methanemissionen entstehen beim Nassreisanbau, in Mülldeponien und Kläranlagen, beim Kohleabbau und dem Transport von Erdgas. Der Austritt von Methan aus Permafrostböden (Dauerfrostböden) ist wissenschaftlich noch nicht genau erfasst. Er könnte mittel- bis langfristig zum Anstieg der Methanemissionen beitragen. Methan ist zwar eines der stärksten Treibhausgase, hat aber eine relativ kurze Lebensdauer von etwa zehn Jahren in der Atmosphäre.

Lachgas oder Distickstoffoxid entsteht bei der Verbennung fossiler Rohstoffe, beispielsweise in Deponien und beim Einsatz von künstlichem Dünger. Ein gedüngtes Feld mit der Größe von etwa einem Hektar ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 10.000 Kilometern.

Perfluorierte Kohlenwasserstoffe stammen zu einem großen Teil aus Aluminiumhütten und aus der Halbleiterherstellung. Mit diesen Kohlenwasserstoffen werden beispielsweise Teflon sowie Beschichtungen für Imprägnierungen hergestellt.

Teilhalogenierte Fluorkohlenwasserstoffe werden als Treibgas in Kälte- und Feuerlöschmitteln eingesetzt. Je nach Art der Zusammensetzung kann eine Tonne FCKW so klimaschädlich sein wie 11.000 Tonnen Kohlendioxid. Sie können außerdem bis zu 260 Jahre in der Atmosphäre überdauern. Dabei beschleunigen sie nicht nur den Treibhauseffekt, sondern zerstören auch die Ozonschicht.

Schwefelhexafluorid wird in der Schwerindustrie zur Dämmung von Hochspannungsgeräten genutzt und ist in der Produktion von Kabelkühlsystemen weit verbreitet. Es kann mehrere tausend Jahre in der Atmosphäre verbleiben. Aufgrund seiner geringen Konzentration in der Erdatmosphäre hat es jedoch keinen großen Einfluss auf die globale Erwärmung.


Weitere Informationen:

Infosammlung des Umweltbundesamtes "Luft und Luftreinhaltung"

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014