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News & Notes

Marginalien zu Meldungen und Berichten

Preiskrieg: 74 US-Dollar pro Barrel Öl in Nordamerika für 2015 vorausgesagt

Die Investmentbanker von Goldman Sachs haben ihre Vorhersage des Preises für nordamerikanisches Erdöl (WTI) um 18 Prozent nach unten korrigiert - auf 74 US-Dollar pro Barrel für 2015. 

Seit Wochen wird viel darüber spekuliert, ob hinter dieser Entwicklung - besonders durch die weiter ungedrosselte Ölförderung in Saudi Arabien - eher marktstrategische oder geopolitische Absichten stehen, also der Kampf um den Erhalt von Marktanteilen oder die Schädigung der auf den Ölexport angewiesenen Staatshaushalte in Russland, Iran und Venezuela. Für von der FAZ (29.10.2014) zitierte Analysten steht auf jeden Fall fest: „Immer stärker zeichnet sich am Ölmarkt ein Preiskrieg zwischen Saudi-Arabien und der amerikanischen Schieferölbranche ab. Mit Spannung wird deshalb ein Treffen des Ölförderkartells Opec Ende November erwartet“.

Die einschneidende Bedeutung der von Goldman Sachs verkündeten Preiskorrektur auf 74 Dollar pro Barrel wird verständlich, wenn man bedenkt, dass die Rentabilität der US-Förderung von Öl durch Fracking gegenwärtig an einen Preis zwischen 75-78 Dollar pro Barrel gebunden ist und bei einem niedrigeren Preis herunter gefahren werden müsste, was die ganze Debatte um künftige amerikanische Ölexporte und den „Shale-Boom“ insgesamt in ein neues Licht stellen würde.

Schwer vorstellbar, dass man in solcher Situation in Riad geneigt ist, Markt und Geopolitik strikt auseinander halten zu wollen.

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014