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News & Notes

Marginalien zu Meldungen und Berichten
Noch einmal Verheugen

… und wenn Putin nicht allein in der Welt von Gestern lebt?

„Weil europäische politische Eliten nur noch in Kategorien wie prorussisch und proeuropäisch denken konnten und den Konflikt statt den Dialog mit Russland bevorzugten, haben sie - und nicht die Brüsseler Bürokraten - die schwerste Krise in Europa in diesem Jahrhundert mit ausgelöst.“

Dieser Satz, des einstmals mächtigsten EU-Industrie-Kommissars und vormaligen Verantwortlichen für die EU-Integration Osteuropas, Günther Verheugen, ist der paradigmatische Ansatz seiner auf Spiegel-Online gegen die Brüssel-Kritik Helmut Schmidts gerichteten Rechtfertigung. Folgt man dem Artikel noch einmal unter diesem Gesichtspunkt, so verliert sowohl die Kritik von als auch die an Schmidts Vorwürfen gegen Brüssel deutlich an Bedeutung. Vielmehr verweist Verheugen auf eine geistige Verfasstheit der politischen Führungen in Europa, die den Behauptungen, es sei allein Putin, der in der Welt von Gestern lebe, mit aller Klarheit widerspricht. Nebenbei: Damit bekommt vielleicht auch der bislang vorerst nur als Schnellschuss abgetane Vorschlag von Energieminister Gabriel, eine „Energie-KSZE“ zu begründen, eine neue Dimension - vielleicht gerade deshalb, weil es gar kein neuer Vorschlag ist. 

»DIE KRISE DER IDEE VON EINER WELTORDNUNG

(IST) DAS ULTIMATIVE INTERNATIONALE

PROBLEM VON HEUTE«

Henry Kissinger,„World Order”, August 2014